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PeDisWriMo – Zeit sparen mit SQR

PedDisWriMo 2009Nein, SQR hat nichts mit Römern zu tun, das ist gezieltes Book-Screening. 😉 Die Woche war ich wieder einmal in der Bibliothek und habe nach brauchbarem Material gesucht. Diesmal noch gezielter dank der SQR-Methode, die Judith Wolfsberger in Frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten vorstellt. Ist gar nicht so schwer und vor allem sinnvoll. Innerhalb von einer halben Stunde kann man recht sicher beurteilen, ob das Buch für die eigene Arbeit taugt und wenn ja, welche Teile davon.

S wie Survey – etwa 2 Minuten
Erst einmal einen flinken Überblick bekommen – Titel & Untertitel, Autor und Klappentext überfliegen.
Reinblättern – Textmenge, Überschriften, Bilder, genereller optischer Eindruck.

Q wie Question – etwa 8 Minuten
Fragen an das Buch stellen und in einer Mindmap festhalten.

    Was will ich wissen?
    Was brauche ich für meine Arbeit?
    Welche Inhalte muss das Buch behandeln um für meine Zwecke brauchbar zu sein?

R wie Read – etwa 20 Minuten
Jetzt geht es an eine genauere Auseinandersetzung mit dem Buch…

    Titel, Untertitel und Klappentexte lesen.
    Inhaltsverzeichnis, Register & Literaturverzeichnis anschauen
    Einleitung & Schluss / Zusammenfassung lesen
    In ein oder zwei Kapitel reinlesen, die auf den ersten Blick interessant für die eigene Arbeit sein könnten.
    Das ganze Buch durchblättern und dort weiterlesen, wo das Auge hängenbleibt. Beim Durchschauen gleich Antworten auf die Fragen im Mindmap dazuschreiben.
    Schließlich: Ist das Buch für die eigenen Zwecke brauchbar?
    Falls ja, welche Kepitel & Aspekte im Besonderen?

Mit so einem Plan in der Hand und einem Fragenkatalog auf dem Papier kann man letztendlich viel Zeit sparen, indem man Bücher, die den Anforderungen der eigenen Arbeit nicht standhalten einfach gleich in der Bibliothek lässt.

Tipp: Wenn die Bücher ständig ausgeborgt sind und man nicht reinschauen kann, ehe man sie letztendlich selbst in der Hand halten kann, kann man über die Google Buchsuche zumindest einmal einen Blick hineinwerfen und die SQR Methode darauf anwenden, auch wenn nur Ausschnitte des Buches dort verfügbar sein sollten. Zumindest Inhaltsverzeichnis, Klappentexte, etc. sind eigentlich immer zugänglich. Alternativ geht dies bei neuen Büchern auch bei Amazon mit „Blick ins Buch“. Wenn man dann befindet, dass man das Buch für die eigene Arbeit nutzen kann, kann man es dann noch immer in der Bibliothek bestellen und warten, bis es ankommt. Falls nein, erspart man sich immerhin das Abholen und gleich wieder Zurücktragen.

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