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-„Innen“ nervt.

Ok, ich gebe es zu – und fleißige Leser meines Blogs werden es wohl eh schon bemerkt haben – die letzte Ausschreibung habe ich zum Teil einfach kopiert und nicht wirklich aufmerksam überarbeitet… „Autorinnen und Autoren“, „LeserInnen“… So ein Blödsinn würde nie aus meiner Feder fließen, political correctness hin oder her.
Ich halte nichts von Emanzipation. Und man braucht mir jetzt nicht damit kommen, dass ich doch selbst eine Frau sei, das weiß ich durchaus. Aber gerade deswegen finde ich die diversen Auswüchse engagierter Emanzen – Verzeihung – zum Kotzen. Frauenfahrräder auf Fahrradwegschildern oder gar ein Ausgehverbot für Männer ab 22 Uhr wurden zum Ende meiner Schulzeit in Deutschland diskutiert (und ich ärgere mich noch bis heute, dass ich an dem Tag, als diese Kampfemanze mit den o.g. Forderungen in unserer Schule war um Stimmen zu werben, abgeklemmt hab!!!).
Wie viele Milliarden ausgegeben werden mussten, um sämtliche Amtsformulare in Deutschland damals neu zu drucken. Es war ja nicht möglich, die alten einfach aufzubrauchen. Tonnenweise eingefärbtes und bedrucktes Papier („rosa Formular, hellblaues Formular, gelbes Formular, braunes Formular, …“) musste vernichtet werden, um sich dem Willen – Verzeihung – unausgelasteter Hausfrauen zu beugen. Aber warum???
Mit all diesen Forderungen nach formaler Gleichstellung kompensieren sie doch offenbar nur ein inneres Ungleichsein. Je kampfbereiter, desto schlimmer vermutlich das innere Problem. Hat ihnen denn niemand beigebracht, dass Mädchen genausoviel wert sind wie Jungs??? Vermutlich nicht, denn alle emanzipatorischen Aktionen laufen nur darauf hinaus, dass Frauen bessere Männer sein sollen. Aber ob sie das überhaupt WOLLEN, wird gar nicht hinterfragt, sondern stillschweigend davon ausgegangen, dass ja die gesamte weibliche Menschheit genauso empfindet wie sie. Tut sie aber nicht!
Meine Mutter sagte immer, sie sei „Großhandelskaufmann“. Sie hat Großhandelskaufmann gelernt und damit ist „Kaufmann“ die angemessene Berufsbezeichnung. Steht auch alles so auf ihren Zeugnissen, etc. Ein solch Glück war mir leider nicht beschieden. Die Universität Hannover hat sich damals geweigert, mir ein Abschlusszeugnis mit „Magister artium“ auszustellen, da ich mit „Geschlecht: weiblich“ in der Datenbank zu finden war. Deswegen musste es „Magistra artium“ heißen, egal, ob man überall anders auf der Welt dafür ausgelacht werden würde. Und ich habe tatsächlich alles versucht, ein „normales“ Magisterzeugnis zu bekommen! Schließlich handelt es sich um einen akademischen Grad und nicht um das Schlachtfeld überambitionierter Emanzen, die ihre Zeit besser damit verbrächten, sich einen Mann zu suchen, denn anderen Frauen das weitere Leben (und die Karriere) schwer zu machen. Denn bei der Einschreibung hier in Wien wurde ich mit dem Zeugnis schon sehr schief angesehen, was ich auch keinem verübeln kann! Denn so wichtig sind die Körperfunktionen für die wissenschaftliche Laufbahn nun auch wieder nicht. Und vom Spielen auf Baustellen, sich Einmatschen bis zu den Ohren und in zerrissenen Latzhosen heimkommen hat es mich auch nie abgehalten.
Heute trage ich gerne Röcke. Und hohe Schuhe. Ich habe mittlerweile ziemlich lange Haare (im Gegensatz zu meiner Kindheit) und ab und an eine ganze Menge Spaß daran, Klischees auszukosten wie etwa „blonde Frau im Computerladen“ – natürlich aber nur dann, wenn ich mich vorher durch diverse Testberichte gelesen habe und genau weiß, was ich eigentlich will… Aber so ab und an hätte ich nichts gegen eine Latzhose und ein Schlammloch einzuwenden. Und eigentlich tun mir all die Frauen leid, die hinter den männlichen Idealen herrennen ohne zu begreifen, dass sie dort nie hingelangen können und auch gar nicht sollen. Schließlich sind sie Frauen und sollten sich besser für echte Gleichberechtigung einsetzen, statt alle Welt nur Geld zu kosten mit Milliarden neuer Formulare, die nur noch undurchsichtiger und komplizierter werden als es die Bürokratie eh schon verlangt. Oder sinnlose Neubeschilderungen, etc.pp. Und weil ich generell für Lesbarkeit von Texten bin, fällt „Innen“ bei mir einfach weg.

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