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Das neue Jahr beginnt mit einer Suche…

Erst einmal: frohes neues Jahr Euch allen!

Ja, meine Recherchen im Bereich eReading sind noch etwas vorangeschritten und die neueste Meldung scheint zu sein, dass bei der kommenden CES ein neues eBook-Format vorgestellt werden soll. Genannt „Blio“ kann es vor allem Buchseiten so ausgeben, wie sie in Print aussehen würden, plus animierten Bildern und allem, was eBooks jetzt auch schon können.

Wie auch immer, das Ganze hat mich zum Nachdenken gebracht. Einen eReader für aktuelle Unterhaltungsliteratur hätte ich ja schon gerne, aber darüberhinaus wäre ich schon sehr glücklich, die ganzen Skripten und gescannten Texte für die Uni nicht immer ausdrucken zu müssen, um die Texte zu exzerpieren – spart Geld (Druckkosten & Bindung), Gewicht im Rucksack und Nerven…

Die eReader mit Touchscreen wie der Sony PRS-600 Touch oder Boox 60 sind ja schonmal super, um Textpassagen zu markieren und Anmerkungen an den Rand zu schreiben. Aber werden die Seitenzahlen bei als Text gescannten Dokumenten auch korrekt wiedergegeben, dass man Textstellen auch ernsthaft daraus zitieren kann?

Im Wintersemester 2009/2010 startete eine amerikanische Universität ein Pilotprojekt am Institut für Geschichte – einem Studiengang mit nativ viel Lektüre und Exzerptarbeit. Studenten bekamen ein Kindle DX mit vorinstallierter Pflichtlektüre und nur wenige Wochen darauf hatten sich fast alle Studenten die Printausgabe gekauft, weil die Möglichkeiten der Randnotizen umständlich waren und die Zitierfähigkeit beim Kindle DX einfach nicht gegeben; statt Seitenzahlen gibt das Kindle den aktuellen Stand im Text nur in % der gesamten Textlänge an. Wissenschaftlich also nicht brauchbar.

Das MobileRead Forum brachte zumindest ein wenig Erleuchtung – immerhin gibt es dort ausreichend Leute, die bereits eReader besitzen und zu allen nur denkbaren Zwecken verwenden oder verwenden wollen. Meine Frage nach einem wissenschaftlich nutzbaren eReader brachte folgende Ergebnisse zutage:

    Der IrexDR1000 wäre die beste Lösung für den Zweck, ist aber mit ca. 1000,-€ definitiv außerhalb meines Budgets.
    Der Sony PRS-900 Daily Edition ist mit 400$ (~260€) bezahlbar, aber in Europa nicht zu bekommen. Ich könnte zwar sicher Bekannte in den USA bitten, mir einen zu schicken, aber dann kommen noch Zollgebühren, etc. drauf und bis der eReader mit dem Umweg über den Zoll dann da ist, gibt es sicher schon die ersten CeBIT-Schnäppchen… *sfz*

Nun gut, bleiben derzeit der Onyx Boox-60 und der Sony PRS-600 übrig. Den Boox-60 gibt es übrigens mittlerweile um 299,-€ bei elektronischlesen.de, den PRS-600 um denselben Preis hier in Österreich in jedem Thalia, etc. Beide haben ein 6″ Display, beide haben Touchscreen, allerdings unterschiedliche Technologien. Der Touchscreen des PRS-600 liegt über dem eInk-Display, weshalb er eine spiegelnde Oberfläche hat, der Touchscreen des Boox-60 liegt unter dem eInk-Display und spiegelt nicht. Dafür ist er nur mit dem mitgelieferten Stylus zu bedienen – was mich jetzt nicht stört, ich habe schon bei den Palm Pilots keinen einzigen verloren. 😉 Außerdem lassen sich damit besser Randnotizen gleich im Text schreiben. Wobei auch im MobileRead-Forum noch nichts zu finden war, ob man diese Randnotizen auch in den PC exportieren könnte. Sicher eine sinnvolle Funktion für den akademischen Gebrauch von eReadern, aber nicht zwingend ein k.o.-Kriterium.

Ich werde also in nächster Zeit mal die Augen weiter offen und Euch auf dem Laufenden halten… Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen – hier gibt es eine praktische Übersicht über alle eReader auf dem Markt…

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Ein Kommentar

  1. Ich bin gespannt, was du weiter zum Thema E-Reader herausfindest und vor allem, ob du irgendwann zuschlägst und dir selbst einen kaufst.

    Für meine Zwecke: Zeitungs- und Magazin-Lektüre und ab und zu ein E-Book (wenn sei dann deutlich günstiger sind als die Printausgabe) sind die E-Reader noch viel zu teuer und unhandlich..Aber für Studienzwecke kann ich mir das schon eher vorstellen. Da habe ich früher auch viel mehr am Bildschirm gelesen, wenn möglich..

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