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Lautsprecher oder Leisehörer?

Oder anders gefragt: Gehst Du auch schon allen auf den Sack?

Gerade gestern bin ich bei Gizmodo über einen netten Eintrag gestolpert: speakers or headphones aka are you ashamed of your music? Ich musste sofort an die ganzen Kiddies denken, die einen in der Bahn, in der Stadt, im Park und überhaupt überall mit irgendeiner unerträglichen Musik über quäkende Handylautsprecher nerven – und wenn es mal gute Musik ist, kann man es dank der miserablen Qualität trotzdem nicht anhören ohne Ohrenschmerzen und einen Brechreiz zu bekommen. Sehr genial ist besonders die Pseudo-Sereo-Variante mit 2 Handys, die dann auch fast synchron laufen und jeden im Umkreis von 5 Metern zum spontanen Durchdrehen anregen. *grusel* Der Sommer naht, die Kids triben sich vermehrt draußen rum – wo also bleiben staatlich subventionierte Parkwächer / Audioguards / …, die Kopfhörer verteilen??? Es diente auch der allgemeinen Sicherheit; ehrlich!

Mal im Ernst: Wer bitte hat was davon, Musik über miese Handylautsprecher zu hören? Es hatte schon seinen Sinn, als laut Wiki 1910 – also vor 99 Jahren!!! – die ersten Kopfhörer auf den Markt kamen. Man hört Einzelheiten besser, kann die Musik tatsächlich genießen (!) und geht keinem anderen auf den Keks. Und manche Dinge hört man dch eh lieber „alleine“ – Hörbücher zum Beispiel, so wie ich in 99,9% der Zeit, die ich mit meinem iPod verbringe. Ich hätte ja auch schon lange diese tollen in-ear-speaker die nahezu allen Außenlärm abdichten, nur leider haben meine Ohren wohl nur Kindergröße und ich krieg von den Dingern schrecklich Ohrenweg, aber normale „Ohrstöpsel“ tun es ja auch. Und wenn man nichtmal großen Wert auf Klangqualität legt (siehe… äh, lausche Handylautsprecher), kosten die nichtmal 5€. Um 15€ hat man dann schon Spaß am Gehörten und ab 50€ schon echten Klanggenuss – und alle anderen können endlich die Stille respektive das Rauschen des Windes oder das Vogelgezwitscher genießen. Klingt gut, oder?

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5 Kommentare

  1. Naja, die normalen Kopfhörer, die mit dem ipod-Nano mitgeliefert werden, sind schon sehr sehr toll. Ich höre damit sogar lieber Musik, als mit meiner alten Stereoanlage.
    Aber im Gegensatz zu anderen Kopfhörern schallen diese auch ziemlich laut nach außen.

    Wenn ich in der Straßenbahn sitze, kann ich auch alle Bässe und das Gejaule der Musikstücke von ipod-Besitzern mithören.
    Besser als Handymusik – ja, etwas leiser. Aber nicht störend? Pustekuchen!

    1. Aber immernoch besser als das Handygezaule. In dem Fall gewinnt der Versuch, es „privat“ zu belassen – der Vergleich heiligt jede Form von Kopfhörern… 😉

  2. [loaklpatriotismus=true]Sennheiser kopfhöhrer mit aktiver störgeräuschkompensation sind echt praktisch, nur ohne musik und bei relativer umgebungsstille sollte man die kompensation nicht anmachen, das entstehende rauschen macht einen wahnsinnig[lokalpatriotimus=false]
    Ansonsten sollte auf diese audiobelästigung einfrach mal ein ordnungsgeld von 10-20€ stehen, dann würde sich das sicher legen, oder die öffentlichen kassen freuen sich über eine zusätzliche einnahmequelle.

    1. ja, ordnungsgeld! auch eine idee!!! in london darf man ehefrauen ja auch nicht mehr nach 21 uhr schlagen. (tatsächlich wahr: das gesetz wurde erlassen, um die zahl der nächtlichen ruhestörungen zu verringern…)

  3. Pingback: “Ruhe!” sagte ich | ViennaWriter'sBlog

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