Prämie für Social Media Muffel

no social mediaOhne Netzwerk läuft ja nichts und dank Zeiten des Internets haben wir uns von Freunderlwirtschaft hin zu social media entwickelt. Man findet im Internet ja aber auch wirklich alles: von den günstigsten Angeboten beim Shoppen oder Reisen bis zum Job. Und genau da liegt das Kaninchen im Gewürz. Denn man kann die besten Unterlagen haben, aber wie bringt man diese dann an den zukünftigen Arbeitgeber?

„Social media“ heißt das Zauberwort. Onlineplattformen wie facebook und vor allem Xing sind für die Jobsuche heute offenbar unvermeidlich; vor allem aber hilfreich. Von diversen Bewerbungsplattformen nochmal abgesehen. Wer sich im Internet gut präsentiert, kriegt den Job.

Nun gibt es offenbar noch immer Menschen, denen das Internet und social media im Besonderen höchst suspekt sind und die sich bereits seit Jahren wehren, selbige zu nutzen. Kürzlich wurde ich (im Übrigen von jemandem, der gerade auf Jobsuche ist) gefragt, ob es nicht eine Prämie gäbe für diejenigen, die sich am längsten und erfolgreichsten gegen social media wehren. Ja, die gibt es: Arbeitslosengeld.

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6 Kommentare

  1. Wow, diesen Artikel finde ich… wirklich schlecht.
    Besonders der letzte Satz ist nicht nur unnötig, sondern teils sogar beleidigend, unterstellend und noch dazu unbegründet.
    Wie kann man einen solchen Artikel ohne jegliche Begründung schreiben, wenn man nicht gerade die Bildzeitung ist?

    Social Networks sind noch immer für viele Berufe absolut irrelevant.
    Wozu sollte jemand der Polizist, Krankenschwester, Arzt, Finanzbeamter,… Seiten wie Facebook brauchen? S
    icher mögen sie für einige Berufsgruppen wie z.B. im Medienbereich wichtig sein, aber trotzdem sind sie nicht zwingend nötig.
    Warum auch?
    Was soll ein werdender Arzt Twitter brauchen? Nur weil er bei Facebook seine beste Seite zeigt heißt das nicht, dass Krankenhaus XY ihn einstellt.
    Es kommt immer darauf an, wer für die Einstellung verantwortlich ist und wie diese Person SN nutzt und ob überhaupt.

    Wie viele Leute haben schon ihre Jobs eben DURCH Social Networks verloren? Gerade auf Failbook häufen sich die Artikel, in denen Leute aufgrund eines unbedachten Kommentares oder einer Statusmeldung auf Facebook ihren Job verloren haben.

    Viele Firmen,… suchen gezielt auf Social Networks nach Bewerbern, die gerne bei ihnen arbeiten möchten. Einige werden aufgrund der Angaben, die sie in einem SN machen nicht eingestellt. Denn wer möchte schon eine Sprechstundengehilfin, die im Internet halbnackte Partypics veröffentlicht?

    Für diese wenigen Beispiele gibt es dutzende Artikel im Internet und sie sollten, wenn man so einen Artikel schreibt, unbedingt berücksichtigt werden. Social Networks sind nicht das Nonplusultra. Nur weil jemandem seine Daten nicht egal sind (denn z.B. vor Facebook wird man sogar durch den Verbraucherschutz gewarnt, da sie so große Sicherheitslücken und dubiose Datenschutzbestimmungen haben) oder er keinen Sinn in SN sieht, heißt es nicht, dass diese Person deshalb automatisch schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

    Wenn man sich all die Artikel über die gefahren von SN für das Berufsleben anschaut, frage ich mich, wer eher Arbeitslosengeld beantragen muss: Jemand, der auf SN verzichtet oder eine Person, die sie exzessiv nutzt und eventuell das Falsche preisgibt.

    Um es noch kurz klarzustellen: Ich bin kein Feind von SN. Ich bin selbst bei vielen angemeldet und weiß, dass sie in meiner Art von Job absolut sinnvoll sind, gerade wenn man freiberuflich arbeitet oder im Designbereich ist. Auch so können sie durchaus für die Jobsuche sinnvoll sein, wenn sie richtig genutzt werden, keine Frage. Jedoch kommt es genau darauf an: Wie nutzt man SN sinnvoll und für welchen Zweck? Wenn man sich darüber nicht klar ist, kann es ein Schuss in den Oen sein.

    Trotzdem finde ich diesen Artikel einfach bedenklich, weil er so undurchdacht ist.
    Vielleicht solltest du ihn nochmal überarbeiten, denn Potential hat er ja. Nur so, wie er aktuell dasteht, finde ich ihn wirklich nur platt. Das kannst du doch besser.

  2. hmm, ein wenig hart… finde ich… gan ehrlich, wenn mein Arbeitgeber nun nach mir im Netz schauen würde, dann würde er nicht die „qualifzierte Fachkraft“ sehen, sondern die BB, wie sie in ihrer Freizeit nunmal ist. Wäre ich also nun bei facebook (was mir auch ein greuel ist, denn ich habe keinerleiinteresse daran, mir drölfzigtausend Passwörter merken zu müssen, mich groß in social networks einschleichen zu müssen um mich dann doch wieder selbst verleugnen zu müssen) könnte der potenzielle Arbeitgeber sehen, das ich ein Muttchen bin, welches überwiegend zu Hause sitzt und WENN sie denn mal weg geht, komische Klamotten und Nasenketten trägt. Aha, bei der Verrückten ist also immer Fasching…. Wie haben die Arbeitgeber es blos all die Jahrhunderte geschafft, qualifiziertes Personal u bekommen ohne das Internet? ich bin erstaunt, das wir noch ohne PC auf Klo gehen dürfen! *das mal so aus meiner Warte 😉

  3. Bei dem geringen Mehrwert, den Social Networks bieten und dem immensen Ruhm mit dem sie sich in Sachen Datenschutz bekleckert haben, halte ich die Dinger auch für extrem unatraktiv, zudem wächst die Attraktivität von diesen Netzwerken für Hackerangriffe mit ihrer Größe und da es keine perfekte digitale Sicherheit gibt wächst das Risiko für die persönlichen Daten zunehmend.
    Obwohl die Idee ansich durchaus einiges zu bieten hat, halte ich die aktuellen Umsetzungen aus Sicht der Nutzer für ziemlich schlecht, man übergibt seine Daten an ein intransparentes System, auf das man wenig bis gar keinen Einfluß hat, und wenn man als Reaktion auf die immer wieder auftauchenden Datenschutzprobleme, die Systeme mit Fakedaten füttert, negiert man den Nutzen als Selbstrepresentation, übrig bleiben nur Kommunikationsfunktionen, die man in vergleichbarer Form auch anderswo bekommt, oftmals sogar schon hat, und für die man wenig bis gar keine Daten preisgeben muss.
    Und je größer, der Druck auf jeden Einzelnen wird Social Networks zu nutzen, desto größer wird der Hebel der großen Netzwerke für die Nutzer unerwünschte Bedingungen durchzusetzen.

  4. Natürlich haben SN ihre Tücken, aber der tägliche Umgang damit fördert auch gerade die Sensibilität dafür. Empfinde ich zumindest so. Vor allem machen sie die Jobsuche – Rae, da stimme ich Dir völlig zu – gerade im Kreativbereich wirklich einfacher und vor allem auch transparenter. Es ist ja nicht immer nur der Chef, der seinen Mitarbeitern auf die Finger schaut, umgekehrt kann man sich auch über die Firma, über die Geschäftsleitung, etc. informieren. Man hat vorab vielleicht schon ein Bild davon, was für ein Mensch der zukünftige Vorgesetzte ist und ist im Vorstellungsgespräch nicht mehr so verkrampft.

    Dass man keine Nacktvideos oder peinlichen Partybilder hochlädt, sollte einem schon der normale Hausverstand sagen, denn das Internet ist eben nicht der eigene Videorecorder sondern eben öffentlich. Wer Unterwäschebilder von sich ins Internet stellt, ist meines Erachtens „selber schuld“. Kritischer wird’s, wenn jemand anders solche Bilder von einem ins Netz stellt, aber vor übler Nachrede etc. war man auch schon vor Zeiten des Internets nicht sicher, nur die Mittel waren eventuell langsamer und weniger weitreichend.

    Generell bin ich der Meinung, dass man einfach zu allem stehen können muss, wie man sich im Internet präsentiert. Und dazu gehören „komische Klamotten“ in der Freizeit genauso wie ein Foto mit verdrehten Augen von letztem Silvester. Denn das ist etwas, was ich glaube, dass „Chefs“ auch langsam aber sicher lernen – auch die vom alten Schlag: auch Arbeitnehmer haben ein Leben.

    Was übrig bleibt und auch nicht runtergespielt werden kann sind die diversen Sicherheitslücken, die unbestritten – Pierre, da hast Du natürlich Recht – vorhanden sind. Immer wieder. Aber ich sehe es eher anders herum, dass mehr User auch mehr Druck ausüben können. Und ich hoffe, dass ich damit am Ende vielleicht Recht behalte.

  5. Ich glaube das mehr User es im Gegenteil den Betreibern leichter machen, die durchschnittliche Intelligenz und kritische Einstellung zu etwas sinkt erfahrungsgemäß mit der Größe der Gruppe, zusammen mit den zentralen Servern ist das ein Traum für Datenbeschaffer.
    Wenn man die zentralen Server durch ein transparentes dezentrales Netzwerk ersetzt, in dem jeder vollständige Kontrolle und Verantwortung für seine Daten hat, am besten mit Integration bestehender Technologien für unterschiedliche Aspekte, Nachrichten über Email oder XMPP verschicken, Diskussionen per NNTP, Kontaktdaten als VCF, Für Profile vielleicht ein neues XML Format definieren, alles mit möglichst etablierten und offenen Standards, damit sich alles gut integrieren lässt und eben nicht ein zusätzliches geschlossenes System darstellt, dann fände ich die Idee wesentlich ansprechender und hätte für die Nutzer keine Nachteile.

    1. du meinst, so wie linkedin.com? zumindest vcard, etc sind da standard. ich glaube, gerade auf der business-schiene wird eher an praktikablen und sicheren lösungen gearbeitet als im freizeitbereich. xing und linkedin sind da ja, wie ich finde, paradebeispiele. allerdings muss ich zugeben, dass ich dazu gerade keine sicherheitsreports zur hand habe…

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