LITERA Linz - tot vor der Eröffnung?
Gerade zwei Tage ist es her, dass ich einen Flyer der LITERA Linz in einer lokalen Buchhandlung entdeckte und Markus fragte, ob wir nicht einmal einen Ausflug nach Oberösterreich unternehmen wollten, und heute lese ich mit Schrecken im Literatur-Café, dass die neue Buchmesse vielleicht nicht einmal stattfindet. Nicht, dass es hier nicht schon genug Buchmessen gäbe, die BuchWien soll ja auch im November ihre Pforten öffnen. Finanzielle Probleme halten die Veranstalter vielleicht davon ab, die Linzer Buchmesse gar nicht erst anlaufen zu lassen. 18 Tage vor der Eröffnung stehen noch einige Hunerttausend Euro aus, am Ende sollen eingeladene Autoren auf das Lesungsentgelt verzichten... Im Artikel des Literatur-Cafés heißt es: "Land und Tourismusförderung haben die gestellten Förderanträge zurückgewiesen, wie die OÖN weiter berichtet, da der Buchmesse jegliches Konzept und die Wirtschaftplanung fehle." LITERA-Initiator und Veranstalter Berthold Greif kommt bei allen Debatten nicht gut weg. "Ahnungslos" und "unseriös" sind die Worte, die ins Auge fallen. Dementgegen nur die schwache Verteidigung, er sei schließlich zehn Jahre lang Bibliothekar der Dombibliothek gewesen - und das soll als Qualifikation für die Organisation einer Buchmesse reichen?