Nepper, Schlepper, Autorenfänger

Wie gerade beim Literatur-Café zu lesen ist, treben sich mal wieder Nepper, Schlepper und nicht Bauern- aber Autorenfänger rum, die kräftig für Veröffentlichungen abkassieren wollen. Ein angeblicher Agent eines schwedischen Verlagshauses dessen Internetseite mittlerweile der virtuellen Geschichte angehört, schreibt Autoren an, die im Internet veröffentlichen und bietet seine Dienste feil. Rechtlich wasserdicht. Aber: "Dann meldet Smolny [betreffender Agent, Anm.] kurze Zeit später, dass er einen Verlag für das Manuskript begeistern konnte. Natürlich dürften die meisten Autoren und Autorinnen hocherfreut sein. Doch dann kommt eine schlechte Nachricht: Der Verlag sei nicht bereit, das Manuskript anzunehmen, solange noch so viele Fehler enthalten seien. Der Agent empfiehlt nun dem Autor, das Manuskript kostenpflichtig überarbeiten zu lassen, um die Chancen auf Vermittlung zu erhöhen. Soll man als Autor so kurz vor dem Ziel aufgeben? Für die Korrektur des Manuskripts wird von Smolny gleich ein konkreter und dem Agent bekannter Dienstleister genannt, da nur so dem Agenten eine Qualitätskontrolle möglich sei. Die Kosten für die Korrektur habe leider der Autor zu zahlen. Nicht selten wird für das Lektorat ein Betrag im fünfstelligen Bereich verlangt." Das Literatur-Café sammelt die Fälle - falls also jemand schon das zweifelhafte Vergnügen hatte, bitte an die Redaktion des Literatur-Cafés schreiben: redaktion@literaturcafe.de. Und, btw., lieben Dank für die Warnung!!!